Souverän

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Das Wort Souverän leitet sich vom lateinischen Wort Superanus ab. Dabei bedeutet das so viel wie “über allem/über den Dingen stehend”. Doch beim näheren Hinsehen ist dies schon eine sprachliche Interpretation, denn Anus ist eine Ausgangsöffnung, die nur durch das beigestellte Wort in der Deutung erklärbar wird. Dann bedeutet, dass der Souverän alle Möglichkeiten hat, sich durch die Ausgangseröffnung für die verschiedenen Positionen zu entscheiden.

Woher kommt das Wort souverän und welche Synonyme gibt es?

Jemand gilt als souverän, wenn er sich durch die persönliche Selbstbestimmung in seiner Persönlichkeit hervortut. Dabei weiß er um seinen rechtlichen wie persönlichen Status und weiß dies gezielt einzusetzen. Verbunden ist ein selbstbestimmtes Auftreten mit Charisma und gewissen Führungsansprüchen. Heute wird dies ausgedrückt durch das Alpha-Dasein. Ein selbstbestimmter Mensch gilt als geordnet und diszipliniert, dass er weiß, wie es gelingt mit natürlicher Autorität zu leiten. Er beherrscht also sicher und überlegen eine Aufgabe. Die Selbstbeherrschung ermöglicht dies. Souverän weiß er die ihm aufgetragene Aufgabe zu meistern und darzubieten. Seine Leistungen werden als souverän gemeistert honoriert.

Kröne

In einer Monarchie ist der Souverän der Monarch.

Wo kommt das Wort souverän vor?

  1. Der Souverän eines Staates (Republik) ist das Volk.
  2. Der Souverän kann aber auch den Inhaber der Staatsgewalt umschreiben.
  3. In einer Monarchie ist der Souverän der Monarch.

Der abstrakte Begriff der Souveränität umschreibt die Selbstbestimmung der jeweiligen Person. Die Gipfelung in der absolutistischen Monarchie Frankreichs ist der Ausspruch: “L’État c’est moi” (der Staat bin ich!), die fälschlicherweise König Ludwig XVI von Frankreich zugeschrieben wurde. Auch die Renaissance-Päpste hatten einen ähnlichen Anspruch, der in ihren Konsistorien, den Zusammentreffen der Kardinäle zum Ausdruck kam. “Verbum incarnatum”, seine Heiligkeit, Papst Alexander, der Sechste seines Namens. In beiden Fällen wird das uneingeschränkte Selbstverständnis gegenüber jedermann bekundet und qua göttlicher Vollmacht ausgeübt. Es zeigt, in welchem Kontext aber das Wort auf den verschiedenen Ebenen benutzt wird und welche Bedeutung es hat in den jeweiligen Zusammenhängen.

“Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus!”

Diese Formulierung des bundesrepublikanischen Grundgesetzes wird heute mehr und mehr durch die Überbetonung des Staates ad absurdum geführt. Eine Überreglementierung schränkt mehr und mehr die Subsidiarität und das damit einhergehende Prinzip im demokratischen Staat ein. Überall wird nach mehr Leistungen des Staates gerufen. Dies geht zulasten eines autonomen Selbstverständnisses der Bürger. In welche Situationen Überreglementierungen führen können zeigt die Novellierung des bundesdeutschen Wahlrechtes, wodurch es keine Überhangsmandate mehr geben darf. Durch diese Einschränkung wurden bei der letzten Bundestagswahl gleich sieben Millionen Zweitwählerstimmen de facto ungültig und gingen nicht in das Gesamtvotum des Volkes ein. Einher geht mit solchem Gebaren eine erhebliche Glaubwürdigkeitskrise, deren Ausmaß noch nicht absehbar ist. Wie diese gemeistert werden wird, ist eine noch offene Frage!


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